Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, lieben wir Brauchtum und wie es eben im christlichen Oberbayern so ist, wird in unserer Region auch der Namenstag gerne gefeiert. Besonders bei der älteren Generation spielt dieser Tag immer noch eine große Rolle. So bekamen meine Kinder von ihrer Oma an diesem Tag ein bisserl ein größeres Geschenk, während es zum Geburtstag nur eine Kleinigkeit gab.

Am 19. März steht ein ganz großer Namenstag an, der Josefstag! War er doch bis 1968 ein richtiger gesetzlicher Feiertag.

Keine Sorge, nicht die 68er Generation sorgte für die Abschaffung, wie es manchmal erzählt wird, es waren die damals regierenden Politiker. Wir haben ganz schön gesucht, bis wir einen schönen Brauch zu Josefi gefunden haben und natürlich ist es ein Bayerischer :).

Hefegebäck aus vier Teiglingen: das "Baumwollbrot" zum Josefitag
Hefegebäck aus vier Teiglingen: das „Baumwollbrot“ zum Josefitag

In der Berchtesgadener Gegend wird oder wurde für diesen Tag ein sogenanntes „Baumwollbrot“ gebacken. Es besteht aus vier aneinandergelegten Hefeteigbroten mit Rosinen. Also das haben wir jetzt nachgebacken und da wir ja Hefegebäck lieben, hat es uns super geschmeckt. So ein Stückerl Butter durfte natürlich nicht fehlen ;).

Formt einfach aus unserem Hefeteig-Rezept vier Brote, knetet Rosinen unter und legt sie knapp nebeneinander auf ein Backblech. Dann für 30 bis 40 Min. bei 180 °C (160 °C Heißluft) ab in den Backofen.

Nach dem Backen noch mit einem Guss aus Puderzucker und Zitronensaft bestreichen.

Vielleicht gelingt es uns ja, so einen alten Brauch wieder aufleben zu lassen.

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