Klassische Rezeptideen fürs Festmahl zu Weihnachten

Bei uns ist einfach gerade echt viel los, aber wir können es trotzdem nicht lassen und möchten Euch ein feines Weihnachtsmenü vorschlagen. Aber es gibt sicher noch ganz viele andere Gelegenheiten, unser Menü für Eure Gäste nachzukochen.
Dieses Jahr halten wir es ein bisserl klassisch, vielleicht, weil wir heuer wirklich viel am experimentieren und ausprobieren waren – auch die Rezeptideen für unser nächstes Buch stehen schon in den Startlöchern!

Als Vorspeise gibts eine würzige GEMÜSEBRÜHE, die könnt ihr super schon ein, zwei Tage vorher zubereiten und einfach einfrieren. Damit die Brühe eine tolle Farbe bekommt, immer bei der Zwiebel die braune Schale dranlassen, sie färbt die Suppe schön braun. Der Hingucker und das kulinarische Gaumenschmankerl ist die Suppeneinlage: KÄSEBISKUITS in Sternform!

Ja, eine knusprige BAUERNENTE darf in der Weihnachtszeit nicht fehlen und schön resch angebraten findet sie schnell viele Genießer. Dazu am liebsten Knödel und selbstgemachtes Blaukraut … mmmmmmhhh!

Uuuund wenn ihr ein paar feine Nussplatzerl übrig habt, dann ist unser BRATAPFELTRAUM mit einer feinen Topfencreme und Vanillekipferl – jaja, hier kommen unsere Vanillekipferl vom letzten Blogeintrag wieder ins Spiel ;) –  zum Abschluß genau das Richtige.

Danach gemütlich beisammen hocken und ratschen, die Christmette besuchen und die Weihnachtsfeiertage mit der Familie oder Freunden geniessen.
Wir freuen uns sehr darauf und möchten bei dieser Gelegenheit ein ganz herzliches VERGELT'S GOTT aussprechen für dieses tolle Jahr mit Euch und Eurem Interesse an unserer Hauswirtschafterei!

Bei Carolin Mahr von http://www.landlustpraxis.de haben wir eine schöne Geschichte dazu gelesen:

Um 1900 gab es eine arme Frau, deren Mann schon längere Zeit schwerkrank das Bett hütete. Schwach und blass lag er in den Kissen, das Herz tat ihr weh, ihn so zu sehen und sie beschloss, zum Metzger zu gehen und ein kleines Stückchen Fleisch für eine kräftige Suppe zu erbitten.
Einige Kunden standen im Laden, als sie dem Metzger ihre Bitte vortrug. Doch dieser schüttelte den Kopf und meinte: „Ich verschenke nichts, bei mir bekommen die Leute nur etwas, wenn sie bezahlen können.“
„Umsonst will ich es auch nicht“, sagte die alte Frau schüchtern. „Ich kann dir ein Vergelt’s Gott geben.“ Sie zog ein kleines Stückchen Papier aus der Tasche und reichte es hinter die Theke.  Voller Spott nahm der Inhaber den beschriebenen Zettel mit dem Vergelt`s Gott entgegen und legte ihn auf die Waage mit den Worten: „Ich gebe ihnen so viel Fleisch, wie das Vergelt’s Gott wiegt." Kaum ausgesprochen senkte sich das Blatt in der Waagschale mit einem Schlag nach unten.
Verdutzt legte er sofort in die zweite Waagschale 1 kg Fleisch, doch sie bewegte sich nicht ins Gleichgewicht. Kopfschüttelnd nahm er noch dicke Würste und Suppenknochen aus der Theke. Als das nicht half ging er, um ein größeres besonders schönes Stück Rindfleisch aus der Kühlkammer zu holen und legte es mit auf die Waage. Langsam und Stück für Stück kam das Messgerät endlich in die Waagrechte und er atmete erleichtert auf. Bewusst wurde ihm unter den neugierigen Blicken seiner Kunden und der alten Frau: da war etwas Besonderes am Werk.
Es war fast unheimlich und im Geschäft wurde es mucksmäuschen still. Alle standen da und staunten über das Geschehen. Der Metzgermeister, der eigentlich nichts verschenkte verstand die Bedeutung. Fein säuberlich packte er alles ein und reichte es dem Mütterlein freundlich mit den Worten: „Hier, wohl bekomm's“.
Die alte Frau begann über das ganze Gesicht zu strahlen und unter Tränen stammelte sie noch einmal ein herzliches „Vergelt`s dir Gott“ und verließ voller Freude das Geschäft.

Gemüsebrühe

2 Zwiebeln, 3 EL Rapsöl
3 Gelbe Rüben, 2 Stangen Lauch, ½ Knollensellerie
Salz, Pfeffer, etwas Petersilie, etwas Maggikraut

Bei den Zwiebeln nur die erste braune Schale und die Wurzeln entfernen. Die Zwiebeln halbieren und im heißen Öl kräftig anbraten.
Das Gemüse waschen, putzen und in grobe Würfel schneiden. Zu den Zwiebeln geben und ebenfalls kräftig anbraten. Mit 2 l Wasser aufgießen. Gewürze und Kräuter zufügen und zugedeckt ca. 60 Min. köcheln lassen. Die fertige Brühe durch ein feines Sieb abgießen.

Biskuiteinlage

1 kleine Gelbe Rübe, 1 kleine Wurzelpetersilie, 1 EL Rapsöl
2 Eier, Salz
2 EL geriebener Käse, 60 g Mehl, ¼ TL Backpulver

Die Gelbe Rübe und die Wurzelpetersilie schälen und sehr klein schneiden. Im heißen Öl andünsten.
Die Eier mit dem Salz schaumig rühren. Käse, Mehl und Backpulver mischen und unterheben. Das Gemüse unterziehen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (30 cm) geben und 20 Min. bei 180 °C (160 °C) backen.
Je nach Höhe des Biskuits diesen einmal quer durchschneiden. Entweder in Rauten schneiden oder mit Förmchen ausstechen und diese in der heißen Gemüsebrühe servieren.

Knusprige Bauernente

1 Ente, Salz, Pfeffer, Paprikapulver
2 Zwiebeln, 2 Majoranzweige
500 ml Malzbier
1 EL Mehl

Die Ente innen und außen würzen. Die Zwiebeln schälen und vierteln. Die Hälfte der Zwiebelstücke mit den Majoranzweigen in die Ente stecken. Die restlichen Zwiebelstücke zur Ente in den Bräter geben und 2,5 Std. – je nach Größe der Ente – bei 180 °C (160 °C) backen. Während der Backzeit immer wieder mit Malzbier übergießen.
Das Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren. Die Soße damit binden und abschmecken.

Blaukraut

500 g Blaukraut
1 Apfel
2 EL Zitronensaft, 6 EL Rotweinessig, 1 TL Zucker, Salz
1 Zwiebel, 1 EL Rapsöl
2 EL Preiselbeeren, 1 Prise Zimt, 100 ml Rotwein, Pfeffer

Das Blaukraut waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. Den Apfel waschen, vierteln und entkernen. In kleine Würfel schneiden. Blaukraut, Apfel, Zitronensaft, Essig, Zucker und Salz mischen und zugedeckt 2 bis 3 Stunden ziehen lassen.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Im heißen Öl andünsten. Das Blaukraut zufügen. Preiselbeeren, Zimt und Rotwein zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt 45 Min. köcheln lassen. Bei Bedarf etwas Rotwein oder Wasser nachgießen.

Bratapfeltraum mit Vanillekipferl

Apfelkompott:
2 Äpfel, 2 EL Butter
250 ml Apfelsaft, 50 ml Weißwein, 1 EL Vanillezucker, 2 EL Speisestärke
Creme:
150 g Topfen (20 %), 150 g Crème fraîche, 1 EL Zitronensaft 1 EL Zucker, 1 EL Vanillezucker 150–200 g Vanillekipferl oder Nussplätzchen

Die Äpfel waschen, vierteln und entkernen. In kleine Würfel schneiden und in der heißen Butter andünsten. Apfelsaft, Wein, Vanillezucker und Speisestärke glatt rühren. Zu den Äpfeln geben und einmal aufkochen. Abkühlen lassen. Topfen, Crème fraîche und Zitronensaft mit Zucker und Vanillezucker glatt rühren. Einige Vanillekipferl (Nussplätzchen) für die Garnitur beiseitelegen, den Rest grob zerbröseln. Apfelkompott, Brösel und Topfencreme in Gläser schichten und mit den ganzen Vanillekipferln (Nussplätzchen) garnieren.