Ja, Wild geht bei uns auch immer. Mein Mann ist ein begeisterter Jäger und so findet sich im Gefrierschrank immer ein feines Stückerl Wildfleisch. Er zerlegt es natürlich auch stets perfekt und vor allen Dingen kommen aus der Keule die Knochen raus. Außerdem sind es immer junge Rehe, die bei uns in der Truhe landen, das macht das Marinieren völlig überflüssig. Und der riesige Vorteil beim Ragout ist: Erwartet man eine größere Anzahl an Gästen, dann kann es getrost bereits einen Tag vorher zubereitet werden. Denn zieht das Ragout mit all seinen feinen Gewürzen einen Tag schön durch, schmeckt es noch besser!

Reh- oder Hirschragout mit Ofenknödel
Reh- oder Hirschragout mit Ofenknödel

Übrigens, ganz wichtig, auch wenn es zuerst ein bisserl mehr Arbeit ist. Fleisch für Gulasch, Ragout oder Geschnetzeltes unbedingt immer portionsweise anbraten. Also bei den angegebenen 800 g mindestens auf dreimal anbraten. Nur so wird es kräftig braun und es entstehen feine Röstaromen. Und wenn Ihr immer schön den Bratensatz löst, gibt es ganz viel gute Soße und die braucht Ihr dann für den Ofenknödel, den wir Euch gleich dazugeschrieben haben. Der passt übrigens zu allen Fleischgerichten mit viel Soß!

 

Wildragout mit Wurzelgemüse

800 g Wildfleisch (Reh- oder Hirschkeule), 2 EL Rapsöl, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Thymian, Majoran, Rosmarin
2 EL Tomatenmark
300 ml Rotwein
500 ml Wildfond oder Brühe
300 g Pastinaken
300 g Gelbe Rüben
2 EL Rapsöl

Das Fleisch in Würfel schneiden und im heißen Öl portionsweise anbraten. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen, klein schneiden und ebenfalls anbraten. Zum Fleisch geben. Das Ragout würzen, Tomatenmark zufügen. Mit dem Rotwein und Wildfond oder Brühe ablöschen und 80 Min. sanft köcheln lassen.
Das Gemüse schälen, in kleine Würfel schneiden und in einer extra Pfanne im heißen Öl anbraten. Würzen, zum Ragout geben und servieren.

 

Ofenknödel

6 Semmeln vom Vortag, 100 g weiche Butter, 3 Eier
Salz, Pfeffer, Majoran, 1 EL Petersilie
1 EL Öl für die Alufolie

Die Semmeln gleichmäßig würfeln. Die Butter mit den Eiern schaumig rühren. Die Brotwürfel mit den Gewürzen und Kräutern unterheben und einen Laib formen.
Alufolie mit Öl bestreichen. Den Knödellaib in die Folie wickeln und ca. 50 Min. bei 180 °C (160 °C Heißluft) backen.
Vor dem Servieren den Knödel in Scheiben schneiden.

Achja, passend zum Thema gibt’s ein lustiges Foto von uns ;) Das hat unser Freund Hans-Helmut Herold vom Münchner Merkur geschossen. Von links nach rechts: Miggi, Silvia, Christine und Bettina.

ECHT WILD! Fotoshooting für's gleichnamige Kochbuch ©Hans-Helmut Herold/Münchner Merkur
ECHT WILD! Fotoshooting für’s gleichnamige Kochbuch ©Hans-Helmut Herold/Münchner Merkur
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2 thoughts on “Heit gibt’s a REHRAGOUT

  • 14/01/2015 at 19:58
    Permalink

    Hallo, die Rezepte hört sich ja sehr lecker an. Für wieviele Personen sind denn die Mengenangaben gerechnet?

    • 20/01/2015 at 8:51
      Permalink

      Ein herzliches HALLO zurück :) alle Rezepte sind in der Regel für 4 Personen berechnet! Viel Spaß beim nachkochen + lieben Gruß

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