Erinnert Ihr Euch auch noch …

Erinnert Ihr Euch auch noch an dieses prickelnde, bizzelige Waldmeisterbrausepulver von Ahoi-Brause? Schnell nach der Schule rein zum Bäcker und zack! schon war das Taschengeld wieder futsch ;) weil es gut angelegt war in Brausestangerl, Zehnerlkaugummis & Co.

Waldmeister kennen wir ja vor allem aus verschiedenen Süßspeisen oder Limonaden, dabei ist dieses Aroma meist künstlich hergestellt und auch noch grün eingefärbt!
Wie gut, dass dieses Kräuterlein im Mai und Juni wild zu finden ist und sich das typische und zarte Aroma so ganz natürlich für viele verschiedene Rezepte verwenden lässt! Wir denken da als Erstes an die klassische Waldmeisterbowle ;)

Frisch gepflückt ist Waldmeister so gut wie geruchs- und geschmacklos. Aber lässt man ihn antrocknen, entwickelt sich bald sein typisches Aroma. Darum hängen wir auch gerne mal ein Büschel Waldmeister ins Wohnzimmer. Alternativ kann man Waldmeister einfach eine Stunde einfrieren und dann wieder antauen lassen (das geht auch für einen längeren Zeitraum, so hat man immer einen Vorrat parat).
Für das herrliche Waldmeisteraroma in Gerichten oder Getränken benötigt man nur ein paar Stiele. Somit ist es fast unmöglich, zu viel Cumarin, das im Waldmeister enthalten ist, abzubekommen. Eine zu hohe Dosis verursacht nämlich Kopfschmerzen und Übelkeit – was für eine klasse Erklärung für die Kopfschmerzen nach (zu viel) Waldmeisterbowle …

Übrigens wird dem Kraut auch eine aufheiternde Wirkung nachgesagt – so wurden früher besonders griesgrämigen Menschen ein paar Büschel Waldmeister in die Matratzen gestopft …

*Alkoholfreie Waldmeisterbowle

8 Stiele Waldmeister, 2 Zitronen, 1 l Apfelsaft (klar),
1 Flasche Sekt alkoholfrei oder Mineralwasser

Waldmeister vorsichtig abbrausen und trocken tupfen. Einige Stunden einfrieren und wieder auftauen lassen, da der Waldmeister so sein Aroma am besten entfaltet.
Die Zitronen auspressen und den Saft durch ein Sieb gießen. Den Apfelsaft dazugeben. Den Waldmeister zufügen und kühl gestellt ca. 3 Std. ziehen lassen.
Waldmeister entnehmen und kurz vor dem Servieren mit dem kalten Sekt (Mineralwasser) aufgießen.

Waldmeister-Käsesahneschnitten

7–8 Stängel Waldmeister, 400 g Sahne
Teig: 6 Eier, 150 g Zucker, 150 g Mehl, 1 TL Backpulver, 80 g flüssige Butter
Füllung: 3 EL Erdbeermarmelade
ca. 600 g Erdbeeren
6 Blatt Gelatine
500 g Quark (20 %), 150 g Zucker, 1 EL Vanillezucker
Zum Verzieren: 100 g Sahne, Puderzucker, Waldmeister, Erdbeeren

Den Waldmeister vorsichtig abbrausen und trocken tupfen. Einige Stunden einfrieren und wieder auftauen lassen. In die Sahne geben und ca. 4 Std. im Kühlschrank ziehen lassen.

Für den Teig die Eier mit dem Zucker cremig rühren. Mehl und Backpulver mischen und mit der Butter vorsichtig unterrühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und 30 bis 35 Min. bei 180 °C (160 °C Heißluft) backen.

Den abgekühlten Kuchen halbieren und eine Hälfte mit der erwärmten Marmelade bestreichen. Mit einem Backrahmen umschließen. Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Den Boden damit belegen. Die Gelatine 10 Min. in kaltem Wasser einweichen.
Den Waldmeister aus der Sahne nehmen und diese steif schlagen. Den Quark mit Zucker und Vanillezucker verrühren. Die Gelatine nach Anweisung ausdrücken und auflösen und unter den Quark rühren. Die Sahne unterheben.
Die Creme über die Erdbeeren streichen. Die zweite Teigplatte in 12 Stücke schneiden und auf die Creme legen. Im Kühlschrank festwerden lassen.
Die Sahne steif schlagen. Den Kuchen mit Puderzucker bestäuben und mit Waldmeister, Sahnetupfen und Erdbeerstücken verzieren.