Hurra, die deutschen Kartoffeln sind da! Oder sollen wir lieber Erdäpfel, Bodaggn oder Grumbeere sagen? Kartoffeln liebt bei uns einfach jeder und wenn es von April bis Juni keine ideale Ware mehr gibt, dann sehnen wir uns die erste deutsche Ernte von Frühkartoffeln so richtig herbei.

Ja, die Kartoffel – es ist doch unglaublich, wie viele verschiedene Namen sie in Deutschlands Regionen hat. Ist es im Allgäu die Bodebira, heißt sie in vielen anderen Regionen Bayerns Erdapfel und in Franken liebt man sie als Bodaggn. Bekannt ist sie auch unter dem Namen Grumbeere. Weiter in Richtung Norden ist es dann die Äädappel und im besten Plattdütsch die Pipper oder Tüffel. Ach ja, dann hätten wir noch Erdling, Ebiern, Epfe oder Erdäppel im Angebot. Gemeint ist ja immer das gleiche und super gesund ist die Kartoffel übrigens auch. Besonders, wenn Ihr sie mit einem Milchprodukt wie Butter oder Quark kombiniert.

Diese Kombi ergibt eine optimale Eiweißversorgung. Ob das die Generationen vor uns schon wussten? Denn bei meinem Schwiegerpa musste es um 10 Uhr morgens immer eines geben! Erdäpfel mit Butter und Milch.

Also kein schlechtes Gewissen, wenn mal so eine eher einfache Kost auf den Tisch kommt, denn von den Nährstoffen her versorgt Ihr Euch und Eure Familien damit bestens. Und??? Lust auf Kartoffeln bekommen? Natürlich gibt es dazu auch noch Rezepte:

Kartoffel-Schupfnudeln
Kartoffel-Schupfnudeln
Ganz klassisch: Schupfnudeln

750 g mehligkochende Kartoffeln, 150 g Mehl, Salz, geriebene Muskatnuss, 1–2 Eier
Zum Ausbacken: Butterschmalz

Die Kartoffeln in der Schale weich kochen. Schälen und sofort durch eine Kartoffelpresse drücken. Etwas abkühlen lassen.  Mehl, Gewürze und ein Ei über die Kartoffeln geben. Die Masse rasch zu einem Teig verarbeiten. Sollte er zu trocken sein, das zweite Ei zufügen. Dies richtet sich immer nach dem Stärkegehalt der Kartoffelsorte. Sollte der Teig zu feucht sein, noch etwas Mehl unterkneten. Aus dem Teig eine Rolle formen. Kleine Stücke abschneiden und auf einer bemehlten Arbeitsfläche Fingernudeln formen. In reichlich Butterschmalz portionsweise braten.

Kleiner Tipp: 50 g kleingeschnittenen Giersch oder Bärlauch zum Teig geben.

 

Kartoffel-Pfannkuchen
Kartoffel-Pfannkuchen
Blitzschnell: Kartoffel-Pfannkuchen

1 kg festkochende Kartoffeln
150 g Speckwürfel, 2 mittelgroße Zwiebeln
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
3 Eier, 50 ml Buttermilch, 50 g Mehl
Rapsöl zum Anbraten

Die Kartoffeln schälen und mit der Küchenmaschine grob raspeln, evtl. Kartoffelwasser abgießen. Die Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett anbraten. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die angebratenen Speckwürfel mit den Zwiebeln zu den Kartoffelraspeln geben. Die Masse würzen. Eier mit der Buttermilch verquirlen, Mehl löffelweise unterrühren. Eiermischung zur Kartoffelmasse geben und gut verrühren. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und nach und nach goldgelbe Pfannkuchen backen. Bei der Zubereitung von Pfannkuchen am besten mit zwei Pfannen arbeiten. Dazu passt ein leckerer Kräuterquark.

 

Bauernomlett mit Kartoffeln
Bauernomelett mit Kartoffeln
Zuviel gekocht? Bauernomelett mit Kartoffeln

200 g Pellkartoffeln, 1 EL Rapsöl
150 g Gemüse (z. B. Lauch, Paprikaschote, Pilze)
1 Zwiebel, 150 g Wammerl
6 Eier, 100 ml Milch
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Zum Bestreuen: je 1 EL Schnittlauch und Petersilie

Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne mit dem Öl anbraten. Das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Die Kartoffeln aus der Pfanne nehmen, nun das Gemüse und die Zwiebel andünsten. Das Wammerl würfeln, in einer 2. Pfanne kross braten und ¾ davon wieder entnehmen. Die Eier mit der Milch verrühren, würzen und ein Viertel davon über das Wammerl in der Pfanne geben. Ein Viertel der Kartoffeln und des Gemüses zugeben und evtl. noch würzen. Nun das Omelett bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel stocken lassen. Vorsichtig aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen, warm stellen und auf dieselbe Weise noch drei weitere Omeletts backen. Dazu jeweils vorher etwas Fett in die Pfanne geben. Vor dem Servieren die Kräuter darüberstreuen.

 

 

 

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4 thoughts on “Tolle KNOLLE

  • 26/08/2015 at 15:22
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    Hallo Luzie, Du treue Leserin :) schön, dass unsere Beiträge solche Erinnerungen wecken! Wir lieben es einfach, es ist schnell gemacht und mit guten regionalen Kartoffeln schmeckt’s einfach super. Liebe Grüße an den Bodensee Bettina

  • 14/08/2015 at 19:25
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    Hallo Sylvia,
    das Kartoffe-lOmlett habe ich einfach vergessen. Meine Mutter hat es schon gemacht – und es war
    lecker.
    Nun bringst du es mir wieder in Erinnerung.
    Ich weiß es war gut. Es kommt nun wieder bei mir auf den Tisch.

    Danke

  • 06/08/2015 at 6:40
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    Hallo Beatrice, super, wenn unsere Rezepte so einen Anstoß geben ;) Wie Du auf dem Foto siehst, haben wir noch Gierschblätter kleingeschnitten zum Teig dazugegeben, dann schmecken die „Buaba-Spitzla“ (hihi) noch ein bisserl würziger. Liebe Grüße Bettina

  • 03/08/2015 at 15:34
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    Unglaublich aber wahr, ich hab schon ewig keine Kartoffeln mehr gegessen. Beim Anblick dieser selbst gemachten Schupfnudeln steht der Entschluss aber fest: das muss sich ändern! Die sehen wirklich mega lecker aus! Vielen Dank für das Rezept!
    Übrigens haben meine Oma, wie auch meine Großtante, beide aus Füssen, die Schupfnudeln als „Buaba-Spitzla“ bezeichnet. Tztztztztz.

    Liebe Grüsse
    Beatrice

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