Linsen – alles andere als ein Arme-Leute-Essen

Wer erinnert sich auch noch an den Linseneintopf von früher? Matschig, grau und ziemlich sauer … brrrrrr. Ja, wir geben es zu, auch wir haben eine Zeitlang gebraucht, bis wir die kleinen Hülsenfrüchte für unsere Küche wiederentdeckt haben!

Früher galten Linsen als Arme-Leute-Essen: Man konnte sie lange lagern, sie waren sehr sättigend und vor allem preiswert. Heute – in Zeiten von Superfood & Co. – erleben sie ein richtiges Comeback und werden nicht nur bei gesundheitsbewussten Menschen immer beliebter. Das hat auch gute Gründe: Linsen besitzen einen hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalt. Auch Kalium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Vitamin B sind reichlich vorhanden.
Ihre Nährstoffzusammensetzung scheint so interessant zu sein, dass kanadische Leistungssportler auf Linsengerichte vor Wettkämpfen schwören. Studien haben nämlich ergeben, dass die Ausdauerleistung der Sportler dadurch deutlich anstieg!

Also, nix wie ran an die kleinen Hülsenfrüchte!
Optisch sind sie sowieso ein Genuss: Es gibt sie klassisch in braun und grün, aber auch in rot, gelb oder schwarz. Linsen werden mit Schale angeboten oder schon geschält; wobei die geschälten Linsen leichter verdaulich sind. Linsen sollten gut gewaschen werden. Dann werden sie, je nach Sorte unterschiedlich lange, in kaltem Wasser eingeweicht.
Dass Linsen, wie alle anderen Hülsenfrüchte übrigens auch, nicht in Salzwasser gegart werden dürfen, weil sie sonst nicht weich werden, ist übrigens ein Irrglaube! Und wird → HIER gut erklärt ;)

In unserem BAYERISCH SUPERFOOD findet Ihr viele Rezepte mit Linsen; zwei davon stellen wir Euch jetzt vor:

Lauwarmer Linsensalat

100 g grüne Linsen
250 g Gelbe Rüben, 2–3 Stangen Staudensellerie,
1 EL Rapsöl, Salz. Pfeffer, 100 ml Apfelsaft
100 g Radicchio
Dressing: 3 EL Weißweinessig, 4 EL Kürbiskernöl, Salz, Pfeffer,
1–2 Stiele Petersilie

Die Linsen in 300 ml kaltem Wasser 1 bis 2 Std. einweichen. Anschließend darin aufkochen und 30 Min. garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
Die Gelben Rüben schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Sellerie putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Gelben Rüben im heißen Öl kurz anbraten. Den Sellerie dazugeben und kurz mitbraten. Würzen und den Apfelsaft zugießen. Bei schwacher Hitze 5 Min. garen.
Die Zutaten für das Dressing miteinander verrühren. Gemüse und Linsen mit dem Dressing gut mischen und 15 Min. durchziehen lassen.
Den Radicchio waschen, putzen und trocken schleudern. Klein schneiden, zum Salat geben und nochmals abschmecken.
Die Petersilie waschen und die Blätter abzupfen. Über den Salat geben und diesen lauwarm servieren.

Überbackene Rinderlende

200 g grüne Linsen
1 Gelbe Rübe, 1 Wurzelpetersilie, 1 EL Rapsöl, 100 g geriebener Bergkäse
4 Scheiben Rinderlende, 2 EL Rapsöl, Salz, Pfeffer
1 EL Mehl zum Binden

Die Linsen in 600 ml kaltem Wasser 1 bis 2 Std. einweichen. Anschließend darin aufkochen und 30 Min. garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
Die Gelbe Rübe und die Wurzelpetersilie schälen und in kleine Stücke schneiden. Beides im heißen Öl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen. Mit den Linsen und dem Käse mischen.
Das Fleisch im heißen Öl von beiden Seiten kräftig anbraten und würzen. Den Bratensatz mit etwas Wasser lösen. Die Lendenscheiben in eine Auflaufform legen. Die Gemüsemischung darüber verteilen und 5 Min. bei 200 °C (180 °C) überbacken.
In der Zwischenzeit das Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und die Soße damit binden. Mit dem Fleisch servieren.

 

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