Zum Glück gibt es Pfannkuchen ...

Kennt Ihr das auch? Ihr wollt einen großen Schwung an Pfannkuchen ausbacken und kaum ist der erste in der Pfanne, kommt schon ein Familienmitglied herein und wartet sehnsüchtig darauf. Es reicht wirklich schon, wenn der Duft dieses einfachen Gerichts durch das Haus zieht. Da ist es doch echt praktisch, dass oft der allererste Pfannkuchen nicht immer so gelingt, denn schwups ist er schon in einem der „gierigen Mäuler“ ;) verschwunden. Übrigens liegt das häufige „Anbacken“ an der Pfanne daran, dass evtl. noch ein wenig Spülmittelrest in der Pfanne ist. Daher darf es beim ersten Eierkuchen, so nennt man ihn in einigen Teilen der Republik, ruhig ein bisserl mehr Fett sein, dann gelingt auch dieser auf Anhieb.

Kommen bei Euch auch Kindheitserinnerungen auf? Bei uns gab es Pfannkuchen ziemlich oft, denn sie gehen schnell und der Teig braucht wenige Zutaten, die meistens eh zu Hause sind. Bei uns wurden sie ganz einfach mit Zucker bestreut oder mit selbst gemachter Marmelade genossen. Oft liegt in dieser Einfachheit der pure Genuss.

Unser PFANNKUCHEN Grundrezept – einfach & gelingsicher

250 g Mehl
2–3 Eier
ca. 350 ml Milch
Salz

Butterschmalz zum Ausbacken

Die Zutaten miteinander verrühren und in heißem Butterschmalz daraus Pfannkuchen ausbacken.

TopfenPFANNKUCHEN in der Tasse

Pfannkuchen:
130 g Mehl, 1–2 Eier, ca. 180 ml Milch, Salz
Butterschmalz zum Ausbacken
Füllung:
250 g Topfen (20 %), 75 g Zucker, 1 EL Vanillezucker,
1 Ei, ½ Pck. Vanillepuddingpulver
200 g Erdbeeren
Zum Anrichten:
Puderzucker

Für die Pfannkuchen die Zutaten gut miteinander verrühren und in heißem Butterschmalz vier dünne Pfannkuchen ausbacken. Auskühlen lassen.
Für die Füllung den Topfen mit Zucker, Vanillezucker, Ei und Puddingpulver verrühren.
Die Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden.
Die Hälfte der Creme auf die Pfannkuchen verstreichen und die Erdbeeren darüber verteilen.
Die Pfannkuchen aufrollen und, je nach Größe der Pfannkuchen, in jeweils drei oder vier Stücke schneiden. Die restliche Creme in gefettete Tassen füllen.
Die Pfannkuchenstücke daraufsetzen und 30 Min. bei 180 °C (160 °C) backen.
Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Übrigens, in unseren Büchern kommen Pfannkuchen auf die vielfältigste Weise auf den Teller. Wir färben sie mit pürierter Roter Bete ein, damit sie, gefüllt mit einer Räucherfischmasse, ein tolles Fingerfood ergeben. Die grüne Variante lässt sich wunderbar mit püriertem Feldsalat, Giersch, Bärlauch, Petersilie oder Salatrauke einfärben. Ihr seht, wir sind da sehr experimentierfreudig …

Gut, einmal haben wir versucht, die Pfannkuchen mit Blaukraut lila einzufärben, davon können wir Euch nur abraten :). Erst waren wir echt begeistert, denn zunächst sahen sie wirklich fliederfarben aus, aber dann wurden sie einfach nur grau und keine noch so feine Füllung hätte diese Optik wieder wettmachen können.

Crêpe, Pancake, Blini & Co.

Ist Euch schon mal aufgefallen, in wie vielen Ländern Pfannkuchen bekannt sind? Aber natürlich mit anderen Namen.

Schauen wir nur ein paar Kilometer weiter ins benachbarte Allgäu: Hier heißen Pfannkuchen „Flädle“, dies kommt von „kleinen Fladen“. Gleich über die Grenze in Österreich sind es zu einem die Frittaten als Suppeneinlage oder als Dessert der bekannte Palatschinken.

In Frankreich kommen die Pfannkuchen als hauchdünne Eierkuchen daher: Crêpes! Die „Geheimzutat“ für französische Crêpes ist zerlassene Butter, die abgekühlt dem Eierkuchenteig zugefügt wird. Traditionell werden Crêpes mit wenig Fett und hauchdünn auf einer gusseisernen Platte gebacken. Mit etwas Übung klappt das auch in einer Pfanne gut.

Pfannkuchen auf Italienisch? Natürlich: Crespelle! In Italien werden Pfannkuchen meist gefüllt – klassisch mit Spinat und Ricotta – und kommen gerollt und mit Fonduta überbacken als Auflaufgericht auf den Tisch.

In den USA und Australien bekommt man an jeder Ecke dicke fluffige Pancakes, die nur handtellergroß ausgebacken werden. Im dickflüssigen Teig stecken Backpulver und Natron, die dafür sorgen, dass die American Pancakes auch wirklich schön „fluffy“ werden.
Und in Russland sind Pfannkuchen als Blinis bekannt und werden dort meistens aus einem Hefeteig und mit Buchweizenmehl zubereitet.

KAFFEEPFANNKUCHEN

→ aus unserem Buch »Alle lieben Mehlspeisen«, dlv-Verlag

Pfannkuchen:
250 g Mehl, ½ TL Salz, 3 Eier, 250 ml Milch,
100 ml starker Kaffee
Butterschmalz zum Ausbacken
Füllung:
250 g Vanillejoghurt, 250 g Mascarpone, 1 EL Sofortgelatine
125 g Himbeeren
Zum Anrichten:
50 g Mandelblättchen, 2 EL Kaffeesirup*

Für die Pfannkuchen die Zutaten miteinander verrühren und in heißem Butterschmalz dünne Pfannkuchen ausbacken. Auskühlen lassen.
Für die Füllung den Joghurt mit dem Mascarpone und der Sofortgelatine glatt rühren und auf die Pfannkuchen verstreichen. Die Himbeeren darüber verteilen. Die Pfannkuchen aufrollen und kühl stellen.
Die Mandelblättchen im Kaffeesirup karamellisieren und vor dem Servieren über die Pfannkuchen geben.

*Kaffeesirup

200 ml Kaffee, 200 g Vanillezucker

Den Vanillezucker in den Kaffee rühren und zum Kochen bringen.
Bei schwacher Hitze unter mehrfachem Rühren zum Sirup einkochen.

Tipp: Schmeckt natürlich nicht nur zum Pfannkuchen, sondern auch zu Eis, Joghurt usw.

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